HowTo: Maven, Spring und JBehave

Und nun zu etwas ganz anderem: Ich habe wieder begonnen, zu programmieren.

Eines der Themen, das mich sehr fasziniert, ist „Behaviour Driven Development„. Dazu gibt es in Java einen netten Framework namens JBehave. Leider finde ich die Dokumentation zu JBehave etwas mager. Ich mag das Prinzip: „Make the simple things simple and the hard things possible“ (etwa: Mach die einfachen Dinge einfach und die schwierigen möglich).

Darum hier mein „Dankeschön“ an die Entwickler von JBehave: Eine möglichst einfach Bastelanleitung, wie JBehave in bestehende Maven-Projekte eingebaut werden kann. Im Moment arbeite ich auch mit Spring, also geht es hier darum, einen  minimalen Startpunkt zu schaffen.

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Soll ich auch der Böse sein?

Sehr genial: „Ich bin die Böse„. Auf mich übertragen:

Ich bin der Böse, obwohl ich seit über zwanzig Jahren praktisch mein ganzes freies Einkommen in Nutzungsrechte irgendeiner Art „investiere“. Ich tue das seit zwanzig Jahren, obwohl ich seit über fünfzehn Jahren Alternativen habe. Ich gebe sogar mehr Geld dafür aus als ich Zeit-Äquivalent habe, hier türmen sich ungelesene Bücher und ungesehene DVDs. Trotzdem muss ich mir immer wieder anhören, …

Ich zitiere – denn wenn ich’s auch so schön schreiben könnte, könnte der Rest von mir sein:

Trotzdem muss ich mir immer wieder anhören, wie böse wir Internetmenschen sind, weil wir immer nur alles umsonst haben wollen und nicht mehr bereit wären, Geld für Kunst zu bezahlen. Liebe Urheber, ich bin sehr wohl dafür, dass ihr Geld für das bekommt, was ihr macht. Es ist mir eigentlich auch schnurzpiep, was ihr bekommt, ich wage überhaupt nicht, eine Meinung darüber zu haben, was welcher Inhalt wert sein sollte. Wenn hunderttausend Leute ein Buch kaufen wollen, dann liegt es mir fern, beurteilen zu wollen, ob das Buch bzw. dessen Autor das jetzt verdient hätte oder nicht. […]

Trotzdem funktioniert die Art, wie das Urheberrecht gehandhabt wird in meinen Augen nicht mehr und ich habe schlicht und einfach ein Problem damit, als jemand, der von dem ihm zur Verfügung stehenden Geld einen nicht unerheblichen Anteil sehr, sehr direkt in vom Urheberrecht betroffene Konsumgüter und Veranstaltungen steckt, dann noch kriminalisiert zu werden.

Und ich füge Annes Artikel hinzu: Und ich habe die Nase voll davon, dass diese ehrlich erworbenen und bezahlten Nutzungsrechte sich dauernd unter meinem Hintern weg zu meinem Nachteil ändern, weil das neue DRM streikt, weil das DRM bzw. Dateiformat mit einem Gerät inkompatibel ist, weil irgendjemand den DRM-Server abschaltet, weil ein neues Gesetz meine (bestehenden!) Rechte geändert hat und so weiter.

Wenn es böse ist, dass ich mich hier persönlich beleidigt, angegriffen und benachteiligt fühle, dann bin ich gerne böse, und ich verstehe sogar noch, dass es einigen „Urhebern“ (naja… vielleicht eher den Verwertern) ähnlich geht: Dass sie sich angegriffen und benachteiligt fühlen.

Die digitale Gesellschaft hat das Potenzial dazu, dass wir in eine Win-Win-Welt steuern, doch so lange wir die Paradigmen der analogen Gesellschaft ohne sie zu reflektieren der digitalen überstülpen, bekommen wir offensichtlich Loose-Loose: Ich fühle mich benachteiligt und angegriffen, und die Urheber fühlen sich genauso. Das haben wir jetzt seit etwa 15 Jahren ausprobiert, wir könnten jetzt wissen, dass das mit dem „Loose-Loose“ sehr zuverlässig funktioniert.

Wie wäre es endlich einmal mit „wir reflektieren die Paradigmen und passen sie an die digitale Welt an“?

WordPress verlangt Verbindungsinformationen

Memo an mich selbst: Falls wieder einmal ein WordPress-Blog mit der Meldung „Verbindungsinformationen eingeben“ den Update verweigert, hier sind die beiden wichtigen Infos:

Touching My Desktop

Kristian Köhntopp schreibt unter der überschrift „Touching My Desktop“ spannende Dinge über das neue Layout von Google+. Und Windows 8. Und MAC OS X Lion. Und  in den Kommentaren zu seinem Artikel kommt auch noch Gnome dazu. Die wesentliche These ist:

Genau wie Windows 8 oder Apple hat Google das Problem, Anwendungen für eine neue Geräteklasse und Verwendung in neuen Lebenssituationen anpassen zu müssen.

Immerhin: Es gab früher Computerfirmen, die zu lange an „ihren“ alten, für neu-Nutzer untauglichen UI-Konzepten festgehalten haben. Das scheint diesmal nicht das Problem zu sein, die Firmen vergrätzen lieber „Bestandskunden“ um noch ein paar Neukunden zu gewinnen. Gleichzeitig finde ich es seltsam, denn die damaligen Sprünge an Neu-Nutzern (10x in einem Jahr oder so) erwarte ich jetzt nicht mehr.

Technisch könnte ein Teil der Antwort „Model-View-Controller“ sein, das läuft auf spezialisierte Apps hinaus.

Aber das ist eben auch nicht der Traum vom Geräte-unabhängigen Internet. Das ist teuer für die Firmen, das macht einen starken Lock-In für die Anwender, und die verschiedenen Apps halbwegs Feature-äquivalent zu halten ist doof, komplex, fehleranfällig und am Ende eben auch wieder teuer, das heisst drei Apps entwickeln kostet deutlich mehr als die dreifachen Entwicklungskosten einer App.

Vielleicht haben wir hier „einfach“ eine neue Design-Komplexität, die noch niemand (!) wirklich gut gelöst hat. So ist IT eben: Sobald ein Problem halbwegs gelöst ist, lauert das nächste.

Irgendwann war effektive Datenspeicherung ein Problem (zwei Ziffern für Jahreszahlen und so), CPU-Kapazität war mal ein Flaschenhals und Hauptspeicher. Auf dieser Ebene sind es heute eher Latenzen und Bandbreiten. Die „Browser Wars“ und Feature-Inkonsistenzen zwischen Browsern kommen inhaltlich diesem Thema ziemlich nahe, und jetzt – wo die Standardisierung in der Web-Welt langsam zu funktionieren beginnt – kommt die Explosion der zu bedienenden Endgeräte und Verwendungskontexte hinzu. Das W3C war da mit CC/PP (seit ~1999, ironischerweise in verschiedenen Ausprägungen bis Juli 2010) wohl ein wenig früh dran.

Einfach nur das Wissen um ein Geräte-Profil scheint zur Lösung auch nicht beizutragen. Ich vermute, dass es auf mehrere Apps hinausläuft (so wie es Facebook auch vormacht), und dass eine intelligente Segmentierung der Apps nach Verwendung und Geräteklasse der Schlüssel zum Erfolg. Eine Firma wie Google müsste drei Apps noch stemmen können, aber ein Dutzend wahrscheinlich nicht mehr.

Meine Kristallkugel sagt: Es gibt keine Patentlösung sondern viel Frust (für Anwender) und harte Arbeit (für Entwickler und Produktmanager). Der Umgang mit der Geräte- und Verwendungsvielfalt mausert sich zu einem wichtigen Feld für den Wettbewerb in den nächsten Jahren.

Facebook und der Doppelklick-Empfehlungsknopf

Situation:

Das Verwenden von Facebook-Funktionalitäten (Like-Knopf, das Panel der Freunde, …) in der eigenen Webseite führt dazu, daß jeder Aufruf der Webseite Daten an Facebook in die USA schickt – egal ob der Surfer Facebook-Mitglied ist oder nicht, egal ob er/sie angemeldet ist oder nicht. Wahrscheinlich sind diese Daten personenbezogen (*), sollten also unter den Datenschutz fallen. Analoges gilt für Google Analytics und Googles neues „+1“. Heise bietet das alles auch für Twitter an, doch ich denke das hat eher Gründe der einheitlichen Bedienung.

(*) Mit „wahrscheinlich“ meine ich: Im Facebook Hilfebereich zum Thema steht beispielsweise über diese Daten: „… Wir speichern diese Daten für einen Zeitraum von 90 Tagen. Danach kombinieren wir diese Daten mit den Daten anderer Personen in einer Art und Weise, die keinen Rückschluss auf dich persönlich zulässt …“ – umgekehrt scheinen in den ersten 90 Tagen solche Rückschlüsse möglich zu sein.

Komplikation:

Die Rechtslage ist in der Diskussion, es gibt in Deutschland keine abschließende richterliche Entscheidung zum Thema, also in diesem Sinne Rechtsunsicherheit. Als Laie formuliert: Die Datenschutz-Vorschriften verlangen eine explizite Genehmigung zur Verarbeitung personenbezogener Daten, insbesondere zum Export aus der EU heraus, z.B. mit einem Pop-Up. Da europäische Beamte (bspw. die deutschen Datenschutzbeauftragten) an Facebook nicht `rankommen, treten die Datenschützer mehr und mehr an die Webseitenbetreiber heran, die solche Facebook-Features verwenden.  Die meisten Webseiten-Betreiber gehen der Diskussion so gut wie möglich aus dem Weg. Wer will schon so eine Stellvertreterdiskussion bis zum BGH/BVerfG (wer auch immer da zuständig ist) durchfechten???

Potenzielle Lösung:

Der für seine Computer-Kompetenz bekannte Heise-Verlag hat unter dem Projektnamen „2 Klicks für mehr Datenschutz“ eine Lösung erstellt, mit der wenigstens der Gefällt-mir-Knopf (und Twitter und Google „+1“) keine Daten beim Laden der Seite an Facebook schickt, sondern erst nachdem der Anwender den Knopf aktiviert indem er ihn einmal klickt. Das eigentliche „Gefällt mir“ passiert erst, wenn der Knopf noch einmal geklickt wird. Die Lage wird in einem Tooltip auf dem inaktiven Knopf erklärt, d.h. ein Text taucht auf, wenn die Maus über dem Knopf ruht.
Das wirkt auf mich wie ein vernünftiger Kompromiss. Facebook hat sich kurz dagegen gesträubt und ist scheinbar inzwischen halbwegs mit der Lösung einverstanden.

Jedenfalls bietet Heise den Code inzwischen unter der Überschrift „jQuery Plug-In socialshareprivacy – Dokumentation“ unter einer Open-Source-Lizenz an.

[Nachtrag: Auch als WordPress Plugin erhältlich: http://blog.ppfeufer.de/wordpress-plugin-2-click-social-media-buttons/ ]

Kommentar:

Es wird höchste Zeit, daß die USA die „OECD Guidelines on the Protection of Privacy and Transborder Data Flows of Personal Data“ ratifizieren und in nationales Recht umsetzen. Die gibt’s ja erst seit 1980. Dann hätten wir viele dieser Diskussionen nicht. Alternativ dazu könnten sie die „Safe-Harbour„-Regeln durchsetzen (gibt’s seit 2000).  Ich kenn‘ die Diskussion schon länger.

Ich interpretiere auch Facebooks zögerliche Zustimmung zu der Lösung nicht als Committment zu den Europäischen Bestimmungen.

ditto!

Neulich flog hier eine neue iPhone-App vorbei: ditto!.

Die Schlagzeile war dick:

Ditto: The Social App For What You Should Be Doing

und der Tweet dazu noch dicker:

“It is simpler than Facebook, more fun that Twitter, and more useful than Foursquare”

Dieses Wochenende habe ich ditto! ausprobiert und bin zu dem Ergebnis gekommen: Das wird das nächste große Ding.

Wo ist der Punkt?

Location-basierte Check-in-Apps gibt’s schon einige, die bekanntesten sind Gowalla und Foursquare, und Facebook und Twitter haben die Funktionalität nachgebaut. Der Witz an ditto! ist: Es geht nicht darum, sich dort anzumelden, wo man ist, es geht darum, sich dort anzumelden, wo man hinwill!.

Die Idee dahinter ist natürlich die gleiche: Ich möchte Freunde treffen, idealerweise wo ich sowieso hingehe. Das klappt eben viel besser, wenn diese Freunde Vorlaufzeit bekommen.

Szenario 1: Ich gehe zu Starbucks einen Kaffee trinken und checke bei Gowalla, Foursquare, Facebook oder Twitter ein. Angenommen ich brauche eine Viertelstunde für den Kaffee, dann haben meine Freunde 15 Minuten Zeit, um alles stehen und liegen zu lassen und zu diesem Starbucks zu kommen.

Szenario 2: Ich zeige bei ditto! meine Absicht an, bei Starbucks einen Kaffe zu trinken. Dann mache ich mich auf den Weg (sagen wir, 30 Minuten?). Dann haben meine Freunde 45 Minuten Zeit, und die Chance, jemanden zu treffen, steigt erheblich.

OK, ditto! ist noch wirklich jung. Im Moment habe ich einen (1) ditto!-Freund. Da passiert noch nicht viel. Der Service ist auch noch ein wenig … sagen wir, rudimentär. Beispielsweise gibt es kein Web-Interface zu meinen ditto!-Daten, alles ist nur über die iPhone-App zugreifbar. Und im Moment hängt alles von Facebook ab, als am Wochenende das Interface zwischen ditto! und Facebook Schwierigkeiten hatte, war der Service weg.

Und es ist eine vielversprechende Idee. Ich bin gespannt, wie sie sich entfalten wird.

Wie funktioniert eine Domain?

Neulich:

Welche Seite empfiehlst du, um einen Namen für meine Homepage zu kaufen? Ist danach eine jährliche Gebühr fällig oder wie läuft das?

Da hole ich lieber einmal etwas weiter aus:

Ich vermute daß die Frage hinter der Frage ist: Wie funktioniert es, wenn ich ein Internet-Angebot machen will?

Dann wäre die Antwort ungefähr so:
Ein Internet-Angebot funktioniert wie ein Baukasten. Es gibt mehrere Module, die man unabhängig voneinander betreiben kann, und am einfachsten ist’s, wenn alles aus einer Hand kommt.

Zunächst: Wer sich bei einer Einführung ins Thema auf dem aktuellen Niveau nicht unterfordert fühlt, sollte wahrscheinlich das ganze Thema Internet/Webseiten/Email an eine gute Agentur abgeben, und dann wäre diese eine Agentur die „eine Hand“. Ja, das kostet Geld. Und der Schaden, wenn etwas nicht funktioniert und man kann’s nicht alleine wieder einschalten kann inzwischen Firmen komplett aushebeln. Wie wäre es beispielsweise, wenn ab Freitag Email nicht mehr funktioniert und frühestens am Dienstag ein frisch eingeschalteter Techniker das Ganze wieder zum Laufen bringt?
Unter den vielen, vielen Agenturen möchte Digital.Branding, die Firma von einem meiner Freunde, hervorheben.

Für die Fans des Baukasten, die wichtigsten Module sind:

Domain-Name

Der Domain-Name ist der Name, den man im Browser in der Adresszeile eingibt, und/oder der Name, der in einer Email-Adresse nach dem „@“ kommt. Also beispielsweise: www.digitaler-heimwerker.de oder webmaster@digitaler-heimwerker.de. Der Punkt „.“ trennt dabei die einzelnen Namens-Bestandteile. Domain-Namen enden normalerweise mit einer Länderkennung (z.B. „de“ für Deutschland oder „at“ für Österreich). Außerdem gibt es sozusagen Kennungen, die Funktionen beschreiben, z.B. „com“ für commercial (also kommerziell) oder „org“ für Organisation. Diese funktionalen Kennungen sind in den USA (es gibt zwar „us“, aber es wird praktisch nicht verwendet) und im internationalen Geschäft sehr weit verbreitet. Es ist gut zu wissen, daß die Zuordnung mit wenigen Ausnahmen willkürlich ist, d.h. jeder kann einen Domain-Namen mit „de“-Kennung kaufen, jeder kann einen Domain-Namen mit „com“-Kennung kaufen usw.
Für den Domain-Namen fällt normalerweise eine jährliche Gebühr an.

Web-Server

Wer den Domain-Namen hat, hat erst einmal nur einen (hoffentlich guten) Namen, aber es passiert noch nix. Meistens ist der Domain-Namen sozusagen die Adresse für Email- und Web-Betrieb. Web zuerst: Um Seiten im Internet zu veröffentlichen, braucht man einen Web-Server. Das ist ein Computer, der sozusagen auf einen Domain-Namen „hört“. Um eine Webseite anzuzeigen, ruft der Browser sozusagen diesen Server an und holt sich die gewünschte(n) Webseite(n) und zeigt sie auf dem Bildschirm an. Theoretisch könnte dieser Computer zu Hause unter dem Schreibtisch stehen, praktisch ist es üblich, eine darauf spezialisierte Firma damit zu beauftragen, den Web-Server zu betreiben. Man spart sich dadurch Ärger mit dem DSL- oder Kabelanbieter (die meisten erlauben den Betrieb eigener Server nicht), und man hat jemanden, der Schuld ist, wenn beispielsweise wegen eines Stromausfalles irgendetwas nicht mehr funktioniert. Die Profis bekommen Themen rund um Computer- und Datensicherheit normalerweise auch besser in den Griff.
Web-Server werden in wahnsinnig vielen Varianten angeboten, für eine eigene Domain gibt es drei wichtige Klassen von Angeboten:

„Webspace“
Normalerweise bedeutet „Webspace“, daß irgendwo ein Server läuft, der auf viele (oft hunderte oder tausende) Domains „hört“ und die Webseiten sauber nach Domain sortiert verwaltet. Man könnt’s mit einer Wohngemeinschaft vergleichen. Diese Angebote sind meistens sehr preiswert, und der Haken ist, daß die Ladezeiten der Webseiten schwer vorhersehbar ist: Wenn auf einer der anderen Domains gerade viel los ist, bleibt weniger Computer-Leistung für das eigene Angebot übrig. Wie in einer WG: Wenn der andere den Tisch nicht abräumt, hat man eben die Sauerei. Für fortgeschrittene Anwender ist oft auch relevant, daß diese Angebote nur eingeschränkt Spielraum haben, um den Server an individuelle Bedürfnisse anzupassen. Bitte prüft unbedingt, ob eure konkreten Vorstellungen zum Angebot passen, oft sind vermeintliche „Standard“-Wünsche bei einem konkreten Webspace-Anbieter nicht realisierbar.
Preislich liegt sowas normalerweise im einstelligen Dollar- oder Euro-Bereich im Monat (mein Bauchgefühl sagt etwa 5$, 5€ pro Monat)
Ein eigener Server (oft „Dedicated Server“ oder so)
Das ist sozusagen das Gegenteil: der Server gehört Dir ganz allein. Irgendwo im Rechenzentrum des Anbieters könnte jemand ein Foto machen, einen der Rechner darauf markieren und sagen: Der gehört Dir. Nur Dir und Dir ganz allein. Das wäre sozusagen das Einfamilienhaus. Vor Leistungsschwankungen wegen anderer WG-Bewohner … äh … anderer Leute Domains auf dem gleichen Server ist man geschützt, und man hat völlige Freiheit darüber, wie der Rechner konfiguriert sein soll. Windows oder Linux? – Der Kunde hat normalerweise die Wahl, und für viele Web-Wünsche ist die Freiheit zu konfigurieren tatsächlich wichtig. Dafür kostet’s normalerweise einen Batzen mehr. Unter 50$ / 50€ ist wenig zu finden, und was billiger ist hat oft zweifelhafte Leistungen. Nach oben hören die Preise irgendwo zwischen ein- und zweihundert Euro auf. (Und wer eine Erklärung wie diese liest, ist mit einem Dedicated Server fast sicher krass übermotorisiert. Eigene Server sind ‚was für Leute mit professionellen Ansprüchen, hunderten von Webseiten im Angebot und tausenden von Besuchern am Tag.)
Ein „virtueller Server“
Das ist sozusagen der Mittelweg, sowas wie ein Mehrfamilienhaus: Mehrere Webseiten-Anbieter teilen sich die gleiche physische Maschine. Doch anstatt da einen Webserver zu betreiben, wird die physische Maschine in mehrere Abteilungen aufgeteilt, die sich alle wie ein „Dedicated Server“ verhalten. Diese Abteilungen heißen „virtuelle Server“, und sie bieten wieder völlige Freiheit für die Konfiguration. Jeder virtuelle Server hat sein eigenes Betriebssystem, seine eigenen Einstellungen und so weiter. Außerdem gibt es sozusagen einen Hausmeister, der sich darum kümmert, daß jeder die ihm zugeordnete Computer-Leistung verwendet und nicht mehr. Es kann durchaus noch Leistungsschwankungen wegen Konkurrenz der verschiedenen „Hausbewohner“ geben, aber diese Konkurrenz läuft in einem kontrollierten Rahmen ab und die Schwankungen sind darum nicht sooo groß. Für Neugierige: Das ist auch das Modell, wie der Digitale Heimwerker betrieben wird). Auch preislich liegen die Angebote in der Mitte, der Rahmen sind ungefähr 10-20€ bzw. 10-20$

Email

Für Email gilt: Praktisch jedes Webspace- und definitiv jedes Server-Angebot bringt einen Email-Dienst mit, und das ist normalerweise das Ende der Diskussion. Manche Leute wollen ausgefallenere Email-Varianten wie bspw. einen Microsoft-Exchange-Server oder Synchronisation mit einem Blackberry-Smartphone. Für solche Spezial-Wünsche gibt es Spezial-Angebote, die man normalerweise mit einem beliebigen Webspace- oder Server-Angebot kombinieren kann. Auch hier gilt: Bitte jeden Einzelfall überprüfen, ich hatte schon einige Projekte mit erheblichen Schwierigkeiten weil eine „selbstverständliche“ Variante eben nicht angeboten wurde.

Webseiten machen

Spätestens hier kann ich wieder nur eine Agentur empfehlen. Es gibt tausende von Wegen und Werkzeugen, Webseiten zu erstellen:

Man kann sie „fest“ erstellen, mit schönen Programmen wie Adobe DreamWeaver oder Microsoft Expression Web. Diese Programme sind relativ teuer. Es gibt auch Open-Source-Alternativen. Es geht auch ganz ohne grafische Werkzeuge – aber nicht ohne Ausbildung oder intensivem Selbststudium (die Stichworte HTML und CSS sollten einen Einstieg bieten).
Manchmal bieten Agenturen solche „festen“ Webseiten an. Davon rate ich auf jeden Fall ab: Dann wird jede Änderung umständlich und teuer, und wo das Web als Technologie gerade Flexibilität zur Tugend erhebt, hebt „umständlich und teuer“ die Hemmschwelle, das wichtigste für jede Webseite zu tun, nämlich sie kontinuierlich zu verbessern.

Man kann Webseiten auch „dynamisch erzeugen lassen“. Das heisst, auf dem Server gibt es eine Datenbank mit allen Texten etc. und ein Programm, das aus diesen Texten Webseiten erzeugt. Unter diesen sogenannten Redaktionssystemen, Content Management Systemen (kurz: CMS) stechen im Moment vier aus der Open-Source-Szene heraus: WordPress (der Digitale Heimwerker verwendet WordPress), Drupal, Typo3 und Joomla!. Diese Programme installieren und betreiben ist wieder eine eher anspruchsvolle Aufgabe – das Schöne ist, daß sich hier eine natürliche Arbeitsteilung ergibt: Eine Agentur kümmert sich um den Server, um das Aussehen der Seiten und darum, daß das Redaktionssystem läuft. Dann kann jemand wie Du und ich die Texte für die Seiten „in“ diesem Redaktionssystem pflegen und betreuen.

Auf einen Blick

Die Antwort auf die Einstiegsfrage wäre also: Mach Dir klar, wie viel oder wie wenig Du willst! Geh, such Dir eine Agentur, der Du vertraust. Die Agentur soll für Dich eine Domain beschaffen, einen Web- und Email-Server betreiben und auf dem Webserver ein Redaktionssystem. Lass Dich in das Redaktionssystem einweisen oder bereite Dich auf Selbststudium vor!. Kümmre Dich um die Texte selbst. Finanziell müsste das Ganze in der Größenordnung von 10€-20€ im Monat enden, plus den Kosten für die Agentur. Das sind sicher mehrere hundert von Euros, da spielen die jährlichen Kosten für den Domain-Namen praktisch keine Rolle mehr. Je nachdem wie klar Du Dir vorher darüber warst, wie viel oder wie wenig Du willst, kann Dir die Agentur auch noch weniger wichtige Leistungen bis zu zwei, drei tausend Euro abverlangen. Das ist nach oben offen…
Wie viel eine Agentur für monatliche Betreuung verlangt, kann ich nicht beurteilen. Als anständiger Digitaler Heimwerker mache ich das natürlich selbst :-).

Facebook Scam

Nachdem’s jetzt einige meiner Freunde erwischt hat, folgt hier eine kleine „Bastelanleitung“ zum Entsorgen lästiger Facebook-Schädlinge. Konkret: Es gibt Facebook-Apps, die nur an anderer Leute Pinnwand posten, für sich selbst Reklame machen und persönliche Daten absaugen. Ich nenne solche Anwendungen „Scam“, auch wenn sie mit der Definition in der deutschen Wikipedia wenig zu tun haben. Sie stören einfach nur, und was aus den persönlichen Daten wird, weiß keiner. Wenn wir Glück haben, finden wir es auch NIEEE heraus. Facebook reagiert jedenfalls schnell: Die entsprechenden Postings des aktuellen Scams sind schon wieder weg. Der Text war ungefähr:

„I just saw who CREEPS around my pics the most on Facebook. You can see who stalks you too! [Link zur App]“

(Übrigens spannend zu beobachten, wer sich über so etwas Sorgen macht 🙂 – das ist ein ganz besonderes „Datenschutzleck“ :-)) Wer noch schneller reagieren will, kann die Berechtigungen für die App entziehen, und das geht so:
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FONIC Surfstick

So, es ist vollbrochen: Seit gestern funktioniert mein FONIC surfstick.
Ursprünglich hatte ich mir das Dings am Samstag spät nachmittags gekauft: Am Sonntag standen ein paar Stunden langeweile außer Haus auf dem Programm, die ich eigentlich produktiv nutzen wollte.
Also Surfstick, Starter Pack und eine Auflade-Karte gekauft und am Samstag noch angemeldet.
Leider dauerte irgend etwas bis gestern (Mittwoch). Wahrscheinlich die Überprüfung der Kontodaten. Seit gestern geht’s.

Immerhin, die Bedienung ist – soweit ich bisher damit zu tun hatte – echt einfach.

Tipp: Wer einen FONIC Surfstick haben will und es eilig hat, sollte auf den Bonus für die Kontoinformationen verzichten und stattdessen über eine Guthabenkarte aufladen. Ob’s damit schneller geht kann ich aus offensichtlichen Gründen nicht sagen, andere Erklärungen für eine Verzögerung von drei Werktagen und einem Wochenende (angegeben waren ein paar Stunden) habe ich nicht. Andere Erfahrungsberichte sind herzlich willkommen.